Chronik SGO

Gülo`s Chronik

Vereinsgeschichte der SG – Osterfeld Tischtennisabteilung

In der katholischen Jugendgemeinde Rothebusch – für Nichteingeborene: Rothebusch ist ein Ortsteil Osterfelds – hatten sich Ende der 60er Jahre Teens und Twens zu gemeinschaftlicher Freizeitgestaltung zusammengefunden. Dazu gehörte eben auch der Tischtennissport. Man spielte zunächst nebenbei, dann wurde die Sache ernster, und sogar Pfarrmeisterschaften wurden ausgetragen.
Die ganze Angelegenheit wurde noch ernster, als sich 18 KJGler, darunter Alfred Brandt, Holger Bulatow und Lothar Real, am 18.Dezember 1970 trafen, Günter Lohmar zum Vorsitzenden wählten und ihn beauftragten, nach Möglichkeiten zu suchen, einen Verein zu gründen.
Günter Lohmar fand sie. Man schloss sich als Abteilungsarm 01.April 1971 dem ebenfalls gerade neu entstandenen Großverein Sportgemeinschaft Osterfeld an. Am 07.Mai 1971 erfolgte die Anmeldung beim Westdeutschen Tischtennis-Verband. Das erste offizielle Spiel war ein Freundschaftsspiel am 02.September 1971 gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord. Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind bis zum heutigen Tage nur noch zwei übrig geblieben, einer aktiv und einer passiv: Holger Bulatow und Günter Lipp.

Das erste Spiellokal, das unsere Aktiven beheimatete, war die Turnhalle der Rothebuschschule. Bald zog man in die Turnhalle der Theodor-Heuss-Realschule um. Als diese abgerissen wurde, um der neuen Gesamtschule Osterfeld Platz zu machen, begann für die SGO-TT-Abteilung eine schwierige Zeit. Ausweichlokal wurde der Gymnastikraum der Robert-Koch-Schule, wo maximal drei Tische Platz fanden. Das Hausmeisterehepaar Gartmann kümmerte sich rührend um die SGOer, aber aus sportlicher Sicht war dann der Umzug in die GSO-Halle ein Segen.

Die GSO-Sporthalle war im Laufe der Zeit beliebter Austragungsort offizieller Meisterschaften, wobei die Cafeteria „ Zum Steinmännchen „ eine besondere Anziehungskraft hatte. So wurden und werden regelmäßig Stadt-, Kreis- und Bezirksmeisterschaften durchgeführt. Ein Highlight der SGO-TT-Vereinsgeschichte ist die jährliche Austragung unser Osterfelder Osterturniers. Seit 1981 wird jeweils am Osterwochenende in mehreren Spielklassen um Punkte, Pokale und Preisgelder gekämpft. Diese Veranstaltung hat sich inzwischen – dies können wir in aller Bescheidenheit behaupten – einen guten Namen im Bereich des Westdeutschen-Tischtennisverbandes geschaffen, was die ständig gute Teilnehmerzahl zum Ausdruck bringt. In den letzten Jahren kamen immer wieder ca. 500 Aktive, um sich sportlich zu messen.

Die SGO-TT-Abteilung entwickelte sich nach ihrer Gründung rasch aufwärts, quantitativ und qualitativ. Zu den Herrenteams kamen Jungenmannschaften hinzu. Im Januar 1972 wurde eine Damenmannschaft ins Leben gerufen. Es folgten Schüler (1974) und Mädchen (1976). In der Saison 1978/79 hatte die Abteilung die stärkste Beteiligung am Meisterschaftsbetrieb zu verzeichnen: 14 Mannschaften kämpften um Punkte und Platzierungen.
Der sportliche Weg der 1.Herren verlief  bis zum heutigen Zeitpunkt sehr wechselhaft. Von der 2. Kreisklasse ging es fast geradlinig bis in die Landesliga, die wir in der Saison 1980/81 erreichten. Großen Anteil daran hatte Wolfgang Ekers, ehemaliger Zweitligaspieler des PSV-Oberhausen und Post SV-Mülheim, seit Oktober 1972 Trainer und Betreuer der Mannschaft. Nach einjährigem Gastspiel in der Landesliga musste unsere Mannschaft wieder den Weg in die Bezirksliga antreten. Nachdem der Wiederaufstieg in den nächsten 3 Jahren jeweils nur um einen Punkt verpasst wurde, begann die schwarze Zeit der 1. Herrenmannschaft. Durch den Vereinswechsel einiger Stützen unserer Mannschaft, hier sind insbesondere Klaus Krutz, Dieter Mensch und Jürgen Melzer zu erwähnen, begann eine Talfahrt, die nach der Saison 1986/87 mit dem Abstieg in die Kreisliga endete. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch gerade zwei Herrenmannschaften am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen lassen. Nach einem Jahr der Stagnation meldete sich unser langjähriger Trainer Wolfgang Ekers zur Saison 1988/89 auch als Spieler bei uns an. Am Ende der Saison stand der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse fest. Zu Beginn der nächsten Saison fand auch unser ehemaliger Spieler Klaus Krutz zurück zur SGO. Der Weg der 1. Herrenmannschaft ging wieder stetig bergauf. Zunächst folgte der Aufstieg von der Bezirksklasse in die Bezirksliga, dann sogar in die Landesliga. Am Ende der Saison 1993/94 befand sich die 1. Herren ( Krutz, Ekers, Goldau, Dornieden, Blümer, Dosiehn )zwei Spieltage vor Schluss auf dem 1. Tabellenplatz  und stand somit schon mit einem Bein in der Verbandsliga. Doch die Meisterschaft wurde noch verfehlt. Es gab eine ähnliche Talfahrt wie in den 80er Jahren. Viele gute Spieler verließen nach und nach den Verein. Der Absturz bis in die Kreisliga folgte. Zu allem Übel verließ uns auch noch unsere langjähriger Schülerwart Stephan Heimbach, der 9 Jahre lang mit Ausdauer und unermüdlichen Einsatz Schüler unseres Vereins in den Betrieb integriert und angeleitet hat. Die 1.Herrenmannschaft hingegen pendelte in den letzten Jahren immer zwischen Kreisliga und Verbandsliga.

Das eigentliche Aushängeschild unserer Abteilung war jedoch stets unsere 1. Damenmannschaft, die nach langjähriger Zugehörigkeit zur Bezirksklasse im Jahre 1981 den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte. Da es uns an weiblichem Nachwuchs fehlte, schrumpfte die Damenabteilung beträchtlich zusammen. Ab der Saison 1985/86 nahm nur noch eine Damenmannschaft am Spielbetrieb teil. Auch diese Mannschaft musste im Januar 1988 mangels Masse vom Spielbetrieb abgemeldet werden.

Von den Aktiven der SGO-TT-Abteilung konnten zahlreiche Titel bei Stadt- und Kreismeisterschaften gesammelt werden. Immer vorne zu finden war Karin Bulatow, die neben 9 Stadtmeistertiteln auch noch 9mal Kreismeisterin wurde. Sabine Scholven war 8mal Kreismeisterin und 2mal Stadtmeisterin. Nicht minder erfolgreich waren Helga Pasler und Dagmar Büchner. Daggi stand bei Kreismeisterschaften 9mal auf dem höchsten Treppchen und dreimal bei Oberhausener Titelkämpfen, Helga Pasler, jetzt als Helga Fischer in München beheimatet, ist 5mal in der Oberhausener Siegerliste zu finden und konnte einmal Kreismeisterin werden. Letzteres gelang Helga Wrona 6mal und Angelika Flörke einmal im Mixedwettbewerb. Erst dann kommen die Tischtennisherren der Schöpfung: Holger Bulatow und Alfred Brandt siegten – teils als gemeinsames Doppel- jeweils 4mal bei Oberhausener Stadtmeisterschaften. In den Siegerlisten konnten sich auch Dieter Romanski, Zenon Jekel und Uwe Albers eintragen. Aktuelle Stadt- und Kreismeister der Jahre 1999 bis 2011 in Ihren Spielklassen hat die SGO in Björn Kürten, Volker Pöllen, Timo Kreyn, Carola Helle Krey/Kreyn und Jan Meurers/Niklas Kristo
Diese Aufstellung verdeutlicht auch, dass besonders das weibliche Geschlecht Lorbeeren für die SGO erntete.

Zu einer besonderen und angenehmen SGO-TT-Erinnerung gehörte das Stichwort „ Mallorca”. Einige kennen noch das ungläubige Staunen auf einigen Gesichtern als im Herbst 1974 Günter Lohmar verkündete, eine Mallorcafahrt machen zu wollen. Und es kam nicht nur zu einer Reise, 4mal machte eine SGO-Truppe Urlaub auf der Mittelmeerinsel ( 1975 – 1978 ). Stets verbunden mit einer TT-Begegnung gegen die Balearenauswahl.  Aber nicht nur Mallorca war ein Thema. Die SGO-TT-Aktiven lernten bei Vereinsfahrten die nähere und weitere Umgebung kennen: Amsterdam, Kerkrade, Winterberg, Hamburg, Linz, Bergheim und und und.

Ein weiters Kapitel der SGO-TT-Geschichte ist unser „ SGO-TT-Echo”. 1974 vom damaligen Abteilungsleiter Günter Lohmar ins Leben gerufen, wurde diese Zeitschrift insbesondere unter Dieter Gratzel zu einer gern gelesenen Zeitung im gesamten Westdeutschen Tischtennisverband und darüber hinaus. 135 Exemplare dieser Zeitschrift sind erschienen ehe die Herstellung im Juni 1987 eingestellt wurde. Der damalige Abteilungsvorstand war der Meinung, dass der anfallende Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis mehr zu der inzwischen geschrumpften Mitgliederzahl unserer Abteilung stand.

Was wäre ein Verein ohne Funktionäre! Einige SGOer haben es auf lange Amtszeiten gebracht. Neben den Gründungsmitgliedern Holger Bulatow, der als Damenwart bzw. als stellvertretender Abteilungsleiter fungierte, und Kassenwart Günter Lipp sind dies insbesondere Jugendwart Dieter Osburg (verst. 2011) und der langjährige Abteilungsleiter Willi Klaßen. Funktionäre, dazu gehörten u.a. auch einmal Helga Pasler, Lothar Real und natürlich die Ex-Abteilungsleiter Günter Lohmar, Dieter Gratzel und Dirk Piorr. Sie verließen den Verein bzw. Osterfeld aus privaten und beruflichen Gründen. Viele andere sind aus den Augen (und auch aus dem Sinn ?) verloren gegangen oder haben sich einem anderem Verein in der Nähe angeschlossen. Auch das Tischtennisleben unterliegt ständigen Veränderungen.
Aufgrund ihrer Verdienste um Ihren Tischtennissport wurde einigen SGO-Aktiven auch offizielle Ehrungen zuteil. So erhielten Günter Lohmar ( 1980 ), Dieter Osburg ( 1985 ), Holger Bulatow, Wolfgang Ekers und Manfred Kunkel ( alle 1990 ) der Ehrenbrief des Kreises OB/BOT verliehen. Dieter Gratzel ( 1983 )mit der Verdienstnadel und Willi Klaßen ( 2011 ) wurden mit der goldenen Verdienstnadel des Westdeutschen TT- Verbandes ausgezeichnet.

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